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Outback Living

Wieder ein Monat vorbei und es gibt wieder einiges zu erzählen. Ich schreibe wieder in mehreren Etappen, weil es zum einen sonst zu viel zu lesen ist und für mich auch viel zu viel zu schreiben ;)
Neue Bilder kann ich euch im Moment leider keine hochladen, da die Internetverbindungen, die ich derzeit nutze, Traffic-beschränkt sind, das heißt, hochladen kostet.

09.06.09 – 11.06.09 Quorn
Nach ein paar gemütlichen Tagen in Port Augusta, deckten wir uns noch einmal mit Vorräten ein und los ging es in die Flinders Ranges. Der erste Stopp war Quorn, ca. 50 km von Port Augusta entfernt.
049_wuerstchenNach einer kurzen Stippvisite im Tourist Information Centre war unser erstes Ziel auch klar: Warren Gorge.
Dort angekommen fanden wir einen schönen Platz vor, an dem auch Campen erlaubt war, also beschlossen wir die Nacht da zu bleiben. Zum Abendessen gab es dann gegrillte Würstchen vom Lagerfeuer (um an das Holz zu kommen, mussten wir einen Baumstumpf bearbeiten. Im Wald war schon so ziemlich alles Holz weggesammelt worden).
050_devils_peakAm nächsten Tag bestiegen wir einen Hügel namens “Devils Peak”. Um dorthin zu gelangen ging es über eine sehr verschlammte Privatstraße, Tolle Sache mit einem Hinterantriebler :D An der Spitze des Devils Peak angekommen, konnte man durch eine Festspalte durchklettern und gelangte von dort direkt an die Klippe, von der aus man eine herrliche Aussicht hatte.
Die Nacht verbrachten wir wieder am Warren Gorge. Abends beim Feuerholz sammeln, habe ich mich, wie sich das für richtiges Outbackleben gehört auch noch ein wenig verlaufen. Nachts ist es echt so dunkel, dass man komplett die Orientierung verliert. Aber Viktor hat den Weg zurück recht schnell wieder gefunden.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Wilpena Pound, einem Campingplatz im Herzen der Flinders Ranges. Auf dem Weg legten wir mehrere Stopps ein, um uns Aboriginal Painting Sides und ein paar lustige Felsen anzuschauen. In der Mitte zwischen Quorn und Wilpena Pound liegt Hawker, ein kleines Städtchen, in dem es aber tatsächlich Handy-Empfang gibt. Also rief ich noch schnell bei einigen Wwoof-Hosts an und besorgte uns ab dem nächsten Sonntag einen Platz in einem Café in Blinman, dem höchstgelegenen Ort von South Australia.
(Wiederholung: wwoof: willig workers on organic farms, freiwillige Arbeiter auf organischen Farmen. Im Großen und Ganzen 4-6 h Arbeit am Tage gegen Kost und Logis. -> www.wwoof.com.au) 051_painting_side

11.06.09 – 13.06.09 Flinders Ranges (Wilpena Pound)
052_rooIn Wilpena Pound buchten wir 2 Nächte auf dem Campingplatz (endlich wieder heiße Duschen!). Auf dem Campingplatz tummelten sich einige sehr zahme Kängurus, die wirklich alles fraßen, was ihnen unter die Nase kam (Teebeutel, Tempotaschentücher, etc.). Die Tage in Wilpena verbrachten wir hauptsächlich mit Wanderungen in der Umgebung. Unter anderem bestiegen wir auch St. Mary’s Peak (20 km hin und zurück), dem höchsten Punkt der Flingers Ranges. Der Tag war richtig schön sonnig, allerdings war der Wind auf der Spitze des Berges so stark, dass wir uns nur auf Knien der Kante nähern konnten, ansonsten hätte es uns direkt da runter geweht053_st_marys_peak

14.06.09 – 27.06.09 Blinman
Samstags Abends fuhren wir in der Dunkelheit 60 km nach Blinman. Dort angekommen, wollten wir uns für die Nacht zunächst ein Hotelzimmer nehmen, aber die waren recht teuer, so blieben wir die Nacht auf dem Campingplatz direkt hinter dem Hotel. Am nächsten Morgen machten wir noch eine kleine Rundfahrt und gingen dann in das “Wildlime Café” (www.wildlimecafe.com.au) unsere Arbeitsstätte für die nächsten zwei Wochen.
Blinman, der höchstgelegene Ort in South Australia hat sage und schreibe 23 Einwohner, einen Pub, einen General Store, in dem es praktisch alles zu kaufen gibt, aber das, was man wirklich braucht gerade nie vorrätig ist und ein Café. Der Pub selbst ist gleichzeitig Hotel und Restaurant und der ganze Ort scheint irgendwie nur von den durchreisenden Touristen zu leben.
053_wildlime_cafeRobyn, die Besitzerin des Cafés wohnt 3 Kilometer außerhalb von Blinman, in einem recht zugigen Häuschen, aber mit extrem gemütlichen Kamin. Mit zum Hausstand gehört neben Abby, einer kleinen verpeilten Windhündin noch 2 uralte Pferde, die die ganze Zeit frei herumlaufen. Unsere Arbeit bestand eigentlich hauptsächlich darin im Café auszuhelfen und uns dick und rund zu futtern. Aber weil wir ja beide vom Fach sind, haben wir bei der Gelegenheit auch gerade Mal Robyns Homepage neugestaltet.

Wie überlebt eine 23 Seelen-Gemeinde mitten im Outback?
– Strom: großer Dieselgenerator
– Arzt: gibt es keinem. Im Notfall gibt es 200 km weiter das Krankenhaus in Leigh Creek oder den Royal Flying Doctor Service. Für kleinere Geschichten gibt es einen codegeschützten Arznei-Koffer und man ruft den Arzt an, der einem dann sagt, welche Medikamente man nehmen soll und einem den Code durchgibt.
– Internet: Natürlich! Per Satellitenverbindung.
– Versorgung: Für alle, die nicht dauernd ins 250 km entfernte Port Augusta fahren wollen, gibt es einen wöchentlichen Versorgungstruck, der jeden Donnerstag vorbei kommt. Man sollte allerdings rechtzeitig seine Bestellungen durchgeben.
054_golf– Unterhaltung: Golfplatz. Es gibt zwar nur 23 Einwohner, aber hey… Es ist ja genug Platz vorhanden. Allerdings gibt es mangels Gras kein “Green”. Stattdessen gibt es das “Brown”, eine mit Öl begradigte Sandfläche.
– Freitag: Pizza-Abend im Pub. Freitags treffen sich fast der komplette Ort, ein paar Touristen und die “Road-Guys” (Arbeiter, die gerade die Straße nach Wilpena Pound ausbauen) zu einer zünftigen Pizza, ein paar Bier oder einer Flasche Wein im Pub. Manchmal läuft es dann auch ein wenig aus dem Ruder, so dass 50jährige Frauen anfangen, arme unschuldige Touri-Busse zu belästigen ;)
– Abfallbeseitigung: Ein paar Meter außerhalb des Ortes gibt es eine zentrale Sammelstelle, die immer entleert wird, wenn es nötig wird.
– Haustiere: Ob Hund, ob Pferd, hier rennt alles uneingezäunt und leinenlos durch die Gegend.

Seit etwa 3 Wochen sind wir jetzt bei einer Aborigine-Gemeinde untergekommen, doch davon ein anderes Mal mehr…

The Grampians

Hier kommt der nächste Teil meiner Reise :)

03.06.2009
042_EuleEs war zwar schon dunkel, als wir Warrnambool erreichten, aber noch recht früh am Abend. So beschlossen wir noch ein Stück in Richtung der Grampians zu fahren und uns unterwegs einen schönen Rastplatz zu suchen, auf dem wir die Nacht (im Auto) verbringen konnten.
Nach einer Weile fanden wir auch ein Schild, dass zu einem Parkplatz inkl Aussichtspunkt zeigte. Es ging ersteinmal ca. einen Kilometer von der Hauptstraße weg und dann durch ein Tor. Am Tor stand ein Schild von dem aus uns eine kleine Eule entgegen lunzte und willkommen hieß ;)
Der Parkplatz selbst bot dann auch eine angenehme Überraschung. Es gab nicht nur Toiletten und Strom, sondern auch einen BBQ-Tisch, der sich auf Knopfdruck selbständig aufheizte. Wir kochten uns erstmal ein gutes (naja… Fertignudeln) Abendessen und machten es uns für die Nacht gemütlich.

04.06.2009
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, fuhren wir wieder ein Stück des Weges zurück und parkten auf einem anderen Parkplatz, von dem aus es einen kleinen Wanderweg in einen alten (aber recht kleinen) Vulkankrater gab. Dort auf der Wiese in dem Krater tummelten sich Unmengen an Kängurus
043_RoosDanach ging es weiter zu den Grampians. Wir hatten bestes sonniges Wetter und die Strecke durch die Berge nach Halls Gap war einfach herrlich. Am späten Nachmittag erreichten wir dann Halls Gap, ein winziges Touristendörfchen, aber schön zentral in den Grampians gelegen. Halls Gap hat 300 Einwohner, aber 6000 Betten für Touristen. Nur so als kleine Zusatzinformation :)
2 von diesen Betten beanspruchten wir auch gleich für die Nacht und weil es Winter war und noch dazu mitten in der Woche, hatten wir wieder mal ein ganzes Gebäude für uns alleine.

05.06.2009
044_RoosAm nächsten Morgen auf dem Weg zur Laundry (Wäscherei), wurde ich direkt vor der Haustüre von einer Känguru-Mutter und ihrem Jungen begrüßt. Leider ließen sie nur ein einziges Foto von sich machen, bevor sie wieder von dannen hüpften.
Nach dem Frühstück ging es dann durch die Grampians. Berge, Wasserfälle, was soll ich sagen… schaut Euch einfach die Fotos an :)

045_Wasserfall 046_Wolken
047_Viktor

048_FelsIch kann nur sagen: Ich liebe diese Gegend!
In der Dämmerung bestiegen wir zum Abschluss unserer Tour noch den Hollow Mountain und beobachteten den Sonnenuntergang, während wir auf dem Gipfel stiegen. Der Abstieg im Dunkeln war
dann auch ein schöner Abschluss dieser kleinen, aber feinen Tour.

Der Rest bis heute ist schnell erzählt. Wir sind dann erstmal bis Adelaide gefahren, haben uns kurz die Stadt angesehen und dann ging es auch direkt weiter nach Port Augusta, dem Tor zum Outback.
Da wir leider keinen Geländewagen besitzen, werden wir unsere Outbacktour auf die Hauptstraßen beschränken müssen, aber ich bin sicher wir werden auch so viel Schönes zu sehen kriegen.
Leider weiß ich wieder einmal nicht, wann wir das nächste Mal Internet haben werden, daher kann es etwas dauern, bis ich wieder etwas hier reinschreiben kann.

Great Ocean Road and unexpected delays

Die letzten Tage hatten wir leider kaum Internetanschluss. Deswegen habe ich euch hier die Erlebnisse zusammengefasst :D

Dienstag 26.05.2009
Nachdem das Auto fertig war, machten wir noch einen Großeinkauf und besorgten das Nötigste für unseren Trip. Da hier mittlerweile die Sonne bereits um 17 Uhr untergeht, sind wir im Dunkeln erstmal über Geelong nach Torquay gefahren, dem Startpunkt der Great Ocean Road. Dort angekommen schlugen wir auf einem Parkplatz vor einer Schule unser Nachtlager auf.

Mittwoch 27.05.2009
Die Nacht war saukalt und geschlafen haben wir kaum. Vorteil des Ganzen: Wir waren rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Meer :)

31_Sonnenaufgang
Danach sind wir ins MacDonalds einen Kaffee trinken und uns aufwärmen gegangen.
Mittlerweile war die Sonne draußen und die Temperatur auch wieder in einem angenehmen Bereich. Nach einem kurzen Abstecher im Tourist Information Center, wo wir uns Kartenmaterial und Infos über die Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road besorgt haben, ging es dann los.
32_Kueste

Erstmal vorbei an fantastischen Küstenlandschaften, diversen Aussichtspunkten und sandigen oder felsigen Stränden nach Anglesea. Dort auf den Golfplatz tummeln sich Massen an Kängurus, die die Besucher wirklich nahe an sich heran lassen. Dann ging es zu einem Leuchtturm in Aireys Inlet und vorbei am Great Ocean Road Memorial Ark. Alleine die Straße ist schon genial. Direkt an der Küste entlang und schöööön kurvig :D
Abends haben wir es uns dann in Lorne gemütlich gemacht, direkt neben dem Wanderweg zu den Erskine Falls, zu denen wir dann gleich am nächsten Morgen aufbrechen wollten.
Nachdem wir unsere Ausrüstung im Laufe des Tages um einige Decken und Kissen aufgestockt haben, war die Nacht auch durchaus erträglich.

 

33_Great_Ocean_Road

Donnerstag 28.05.2009
Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg zu dem 5 km entfernten Wasserfall gemacht. Der Weg führte durch den australischen Bush (in dem Fall gemäßigter Regenwald) und es war Viktors erster Bushwalk in Australien.
Am Wasserfall angekommen, machten wir ersteinmal jede Menge Fotos und stiegen dann zum Fuße des Wasserfalls hinab. Von dort führte ein Weg, markiert mit einem Schild “Only experienced Bushwalkers” weiter den Fluss entlang. 34_BushwalkUnd weil wir gerade nichts anderes zu tun hatten, tappten wir auch schön brav den Weg entlang. Ein wunderschöner Bushwalk, entlang des Erskine Rivers. So nach 2 h dachten wir dann aber, dass es evtl doch etwas unvernünftig war, so ohne Essen und Getränke auf einem Bushwalk zu gehen, von dem wir nicht einmal eine Ahnung hatten, wie lange er war. 35_SchneckeAber da wir nunmal schon so weit gekommen waren, gingen wir auch weiter und fotografierten alles was uns so über den Weg flog und kroch, unter anderen eine schwarze Schnecke, von der wir später auf diversen Informationstafeln erfuhren, dass es eine carnivore, also fleischfressende Schnecke war, die nur in dieser Gegend lebt. Fleischfressende Schnecke? Das erklärt den hungrigen Blick, mit der sie uns die ganze Zeit angesehen hatte o.O
Es dauerte noch mindestens eine weitere Stunde (genau kann ich es nicht sagen, der Akku von meinem Handy hatte auch noch schlapp gemacht und ansonsten besitze ich keine Uhr) 36_Wegbis wir schließlich in Lorne ankamen. Auf dieser Seite war dann auch ein Schild, dass der Bushwalk 7,5 km lang war. 7,5 km bergauf, bergab, über Felsen und bestimmt 10 mal über den Fluss auf rutschigen Felsen. Natürlich endete der Walk auch nicht in der Nähe der Falls, sondern im Ort selbst, so dass wir danach noch die 8 km zurück zu unserem Parkplatz gehen mussten.
Alles in allem waren das dann über 20 km (und dabei rechne ich noch nicht einmal mit den zusätzlichen 3 km, die wir nochmals zum Parkplatz zurückgegangen sind, weil wir vergessen haben das Auto abzuschließen).
Ok, ok… Wir waren danach auch recht k.o. Sind aber dennoch weiter zu einem Parkplatz hinter Apollo Bay gefahren, um dort gleich am Morgen einen weiteren 30 Minütigen Bushwalk zu absolvieren. Doch dazu ist es dann nicht mehr gekommen :-/

Freitag 29.05.2009
Die Nacht war eigentlich recht warm und auch angenehm, aber so gegen halb 5 morgens bin ich dann aufgewacht und bin mal für kleine Mädchen und da hab ich dann auch bemerkt, dass ich mir auf dem Marsch am Tag vorher wohl die Blase erkältet habe. Viktor (der große Held der Geschichte ;) ), heizte ersteinmal den Wagen auf und suchte aus seiner Reiseapotheke Paracetamol heraus. Dann beschlossen wir ersteinmal zurück in einen größeren Ort zu fahren, wo es zum einen eine Apotheke gibt und wir zum anderen 2-3 Tage in einem warmen Hostel schlafen konnten und falls es bis dahin nicht besser ist, auch ein Arzt nicht weit ist. In diesem Fall fiel die Wahl auf Lorne. Als wir dort ankamen und im einzigen warm erscheinenden Hostel nach den Preisen fragten, sind wir doch in die nächste Stadt zurück gefahren, in diesem Fall Geelong, die sogar noch vor Torquay, dem Startpunkt der Great Ocean Road liegt. Das waren dann wieder über 200 km Fahrt, aber belohnt wurde das Ganze mit einem wunderschönen Sonnenaufgang am Meer und während ich brav im Auto sitzen blieb und den Sonnenaufgang von dort beobachtete, war Viktor draußen und schoss jede Menge Fotos.
37_SonnenaufgangAls wir schließlich in Geelong angekommen waren, suchten wir uns wieder den nächsten MacDonalds. (Nein, wir sind nicht süchtig nach Fastfood, die haben da einfach nur eine kostenlose Wlan-Internetverbindung, die ich mit meinem Notebook nutzen kann :p)
Beim rumstöbern im Internet fand ich dann heraus, dass es in ganz Geelong (einer wirklich nicht kleinen Stadt) nur ein einziges für Backpacker erschwingliches Hostel gibt und das liegt direkt über einer Kneipe, also nicht gerade ein Ort, an dem man seine Ruhe hat und sich erholen kann. Also weiter recherchiert und in Apollo Bay (dem Startpunkt der Odyssee heute) einige günstige und gemütlich erscheinende Hostels gefunden.
Nachdem wir dann in einer Apotheke waren und uns auch sonst noch mit einigen Dingen eingedeckt hatten, ging es dann zurück nach Apollo Bay.
Etwa gegen 16.30 erreichten wir dann ein kleines Hostel, etwa 50 m vom Strand entfernt mit dem Namen “Surfside Backpackers”. Ein uriger älterer Mann mit grauem Rauschebart kam uns entgegen und fragte uns, ob wir was suchten. Wir fragten dann, ob er ein Zweibettzimmer frei habe. Der Mann brachte uns erstmal zu einem kleinen Haus und als wir eintraten, wussten wir eigentlich schon, hier bleiben wir. Der Eingang führte in eine 38_Surfsidegemütliche Küche, die sich nach hinten zu einem Wohnzimmer erweiterte. Die Rückwand des Wohnzimmers bestand eigentlich nur aus einem großen Fenster mit direktem Blick auf das Meer. Im Wohnzimmer brannte ein kleiner Gasofen, was den Raum angenehm aufwärmte. Als wir dann das Zimmer gezeigt bekamen, dachten wir uns, dass es nach dem Ganzen hin und her wohl doch einer gut mit uns meinte. Auf den Betten waren sogar Heizdecken! :D
Dem Besitzer des Hostels, der offensichtlich keine Langzeitaufenthalte gewohnt war, war schon ein wenig verwirrt, als wir gleich schonmal 2 Nächte buchten.
Bis auf 3 andere Jungs, die aber in dem Nebengebäude untergekommen waren, waren wir diese Nacht die einzigen Gäste im Hostel, so dass wir zunächst ein wenig Billard spielten und dann den Abend in unserem gemütlichen Wohnzimmer ausklingen ließen.

Samstag 30.05.2009
Am nächsten Morgen brachte uns der Besitzer eine Broschüre mit Dingen, die man um Apollo Bay besuchen kann und warnte uns vor, dass diesen Abend eine größere Gruppe von Leuten ankommen würde und es abends etwas lauter werden könnte.
Mir ging es nach der Nacht in dem gemütlichen warmen Bett auch schon viel besser und so nutzten wir den sonnigen Tag und gingen warm eingepackt zu einem Aussichtspunkt in der Nähe, von wo aus man den gesamten Ort und die Umgebung überblicken kann.
39_Apollo_BayMittlerweile haben wir uns wirklich ein wenig in den Ort verliebt. Und weil wir dachten, ein Tag zusätzlicher Wärme kann meiner mittlerweile viel besseren Blasenentzündung ja auch nicht schaden, beschlossen wir noch einen weiteren Tag in Apollo Bay zu bleiben. Dem Besitzer des Hostels fielen fast die Augen aus dem Kopf, als wir eine weitere Nacht buchten.
Als dann gegen Abend der Bus mit den 18 Leuten ankam, machten wir einfach einen Strandspaziergang und beschlossen den Abend auswärts zu essen (in der Küche war aufgrund Überfüllung das Kochen eh unmöglich geworden  ).
Wir bummelten also ein wenig durch die Geschäfte des Ortes und ließen den Abend in einem gemütlichen Restaurant ausklingen.

Sonntag 31.05.2009
Heute waren wir richtig fleißig. Wir nutzten die Gelegenheit fließendes Wasser und Reinigungsmittel zur Hand zu haben und säuberten das Innere unseres Autos ersteinmal gründlich. Diese Arbeit nahm dann auch ein Großteil des Tages ein. Und als wir gegen Nachmittag wieder im Haus waren, kam der Besitzer des Hostels, dem wir anscheinend schon langsam ans Herz gewachsen waren, vorbei und brachte uns eine Tasche voll mit Äpfeln und 2 anderen, seltsam riechenden Früchten.
Gegen Abend kam dann noch ein weiterer Gast im Hostel an. Eine Deutsche namens Maria, die die Great Ocean Road mit einem Campervan abfuhr. Den Abend spielten wir dann zu dritt Monopoly und obwohl sich Viktor und Maria gegen mich verbündet haben, habe ich haushoch gewonnen :p

Montag 01.06.2009
Zeit Apollo Bay zu verlassen. Ich glaube, unser rauschebärtiger Freund war fast traurig, als wir im Endeffekt doch auszogen und Apollo Bay tatsächlich verließen.
Zuerst ging es nach Maits Rest, wo es einen kleinen, aber feinen Walk durch den Regenwald gibt. Dann ging es weiter nach Otway zu einem Leuchtturm. Auf dem Rückweg auf der Straße nach Otway hielten wir dann nach wildlebenden Koalas Ausschau und entdeckten auch einige der süßen Pelzviecher oben auf den Bäumen. Ein paar andere Touristen hielten 40_Koalasverwirrt neben uns an, und wunderten sich, warum wir am Straßenrand parkten, aber sobald wir sie auf die Koalas aufmerksam machten, zückten sie sofort ihre Kameras. Ein Pärchen, dem wir ein von Viktor entdecktes Koala-Pärchen zeigten, bedankte sich noch überschwänglich bei uns dafür.
Da wir an diesem Tag erst relativ spät losgefahren waren, wurde es schon langsam wieder dunkel und wir beschlossen sicherheitshalber noch eine weitere Nacht im warmen zu verbringen und verbrachten die Nach in einem günstigen Hotel in Colac.

Dienstag 02.06.2009
Weiter ging es auf der Great Ocean Road. Heute beschlossen wir einen Wasserfall-Tag zu machen und klapperten sämtliche Wasserfälle der Umgebung ab.
Die Nacht verbrachten wir dieses Mal wieder im Auto auf einem Rastplatz und dank der Iso-Matten und mittlerweile angeschafften Bettbezüge war es sogar annähernd gemütlich ;)

Mittwoch 03.06.2009
Heute ging es zum Höhepunkt der Great Ocean Road, den “Twelve Apostels”. Das sind riesige Sandsteinbrocken im Meer, die von der Brandung vom Festland “abgespült” wurden und teilweise richtig schöne Formen haben. Die Küstenlandschaft hier ist einfach ein Traum und auch der Regen, der den ganzen Tag angehalten hatte, konnte diesem Naturschauspiel aus schäumendem Meer und Stein nichts anhaben.
41_ApostelsEs ist wirklich schwer mit Worten zu beschreiben, was wir hier gesehen haben. Riesengroße Sandsteinbrocken in den schönsten Formen, pilzähnliche, gezackte, glatte Oberflächen, Torbögen und seltsam groteske Formen.
An einem Strand bildete der Sandstein tropfsteinähnliche Formationen und es gab eine Höhle, die man über ein paar Felsen erreichen konnte.
Als wir schließlich Warrnambool erreichten, waren wir schon ein wenig traurig, dass die Great Ocean Road nun vorbei war.

Das nächste Ziel, das wir vor Augen hatten, waren die Grampians (http://de.wikipedia.org/wiki/Grampians-Nationalpark )

Great Ocean Road

Der Autokauf und der Check in der Werkstatt haben sich jetzt ein wenig länger hingezogen, als geplant, aber jetzt sind alle Sachen gepackt und wir warten nur noch auf den Anruf der Werkstatt und dann geht’s los  :-D
Ersteinmal entlang der Great Ocean Road mit einem kleinen Abstecher in den Grampian National Park nach Adelaide.
Ich habe leider keine Ahnung, wann ich das nächste Mal wieder Internetverbindung haben werde, aber damit Euch nicht langweilig wird, habe ich eine neue Galerie angelegt und einiges an Bildern hochgeladen.

Still here :)

Hallo Zusammen!
Ich bin immer noch in Melbourne und es geht mir immer noch prima ;-) Hier hat sich alles ein wenig verzögert. Nachdem Viktor und ich festgestellt haben, dass es für uns wohl wesentlich günstiger kommt ein Auto zu kaufen, statt eines zu mieten, haben wir die letzten Tage damit zugebracht ein paar günstige Angebote zusammen zu suchen und heute haben wir uns auch das erste Auto angeguckt. Morgen werden wir mal einen Abstecher zur Werkstatt machen und je nachdem, werden wir dann auch zugreifen :-)
Am letzten Montag habe ich auch mal wieder einen Tag (genauer gesagt 6 h) gearbeitet. Hat sich so spontan ergeben, als Pat (der Besitzer von dem Hostel) morgens in die Lounge gekommen ist und gefragt hat, ob ich grad Zeit und Lust auf nen Job habe. Die Arbeit war in einer Textilfabrik und bestand darin Preisetiketten an Jacken anzubringen und diese später zu verpacken, hat immerhin 90 $ gebracht :-D

Travel mate, Star Trek and new plans

30_ViktorBin jetzt ja schon ein Weilchen in Melbourne und es gibt Neues zu berichten :-) Ich habe hier im Hostel einen anderen Deutschen (Viktor) kennen gelernt und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Hab ihm dann von meinen Reiseplänen erzählt und wir haben spontan beschlossen, dass wir ja auch zusammen weiterreisen könnten. Wir werden uns jetzt für nächsten Montag einen Campervan mieten und dann sind wir erstmal für 3 Wochen unterwegs :-)
Prima Sache übrigens, dass Viktor ähnliche Interessen wie ich hat und so haben wir uns vorgestern auch erstmal den neuen Star Trek Film im Imax-Kino angesehen. Maaaann, so ne Leinwand will ich in meinem Wohnzimmer :-D Und der Film ist auch der Hammer. Endlich mal wieder ein richtig guter Star Trek Film! Und obwohl er auf englisch war, habe ich so ziemlich alles verstanden. Ich glaub mein Englisch hat sich hier doch massiv verbessert.
Morgen machen wir einen Trip nach Philipp Island zur Penguin Parade. Jeden Abend kommen da Hunderte von Zwergpinguinen aus dem Meer zurück zu ihren Nistplätzen gewatschelt. Freu mich schon drauf :-)

Melbourne

32_Melbourne
Vor 2 Tagen bin ich in Melbourne angekommen. Nachdem ich die erste Nacht in einem ziemlich überfüllten 16-Betten-Zimmer in einem Hostel in der Nähe der Southern Cross Station geschlafen habe, bin ich gestern in ein kleineres Hostel, in Melbourne Prahran gezogen. Zu Fuß ist es von hier aus zwar ne gute dreiviertel Stunde bis zur Innenstadt, aber es gibt ne gute Zug- und Tramverbindung. Der Hostelpreis hier ist doch ein gutes Stück niedriger und der Komfort in den Zimmern höher, ganz abgesehen davon, dass ich hier auch noch kostenloses Wlan habe  ;-)

30_MelbourneWenn man in Melbourne unterwegs ist, bekommt man sehr schnell den Eindruck in einer Künstlerstadt gelandet zu sein. Überall in der Stadt sieht man kleinere und größere, abstrakte und weniger abdstrakte Kunstwerke und es kommt sogar vor, dass man auf einer öffentlichen Toilette eine farbig gestaltete Kabine entdeckt (die Toilettenkabine ist übrigens zur normalen Benutzung freigegeben, es wird nur darum gebeten das Werk des Künstlers zu respektieren und die Toilette wieder ordentlich zu verlassen).
Alles in allem wirkt Melbourne nicht ganz so großstädtisch wie Sydney und in den Straßen sieht man neben Autos und Straßenbahnen auch hin und wieder mal eine Pferdekutsche.

31_MelbourneDie letzten zwei Tage habe ich vor allem damit zugebracht durch die Straßen zu schlendern und einmal so einen groben Eindruck von der Stadt zu gewinnen. Dabei bin ich heute auch am Queen Victoria Market vorbei gekommen, der Dienstags, Donnerstags, Freitags, Samstags und Sonntags zu festgelegten Zeiten stattfindet. Verkauft wird da eigentlich alles, von alltäglichen Nahrungsmittelln, Delikatessen, Kleidung, Schmuck bis zu billigen und weniger billigen Souveniers.

Ich glaube, ich werde mich morgen mal in den weniger belebten Randgebieten umschauen und sich die Eindrücke der stressigen Stadt setzen lassen :-)

29_Melbourne

No more capsicums!

Heute hatte ich meinen letzten Tag als Capsicum-Picker. Mein Rücken wird sich freuen  ;-)
Am Sonntag verlasse ich dann auch schließlich Griffith. Da sich der Wwoof-Host, zu dem ich eigentlich wollte, noch noch nicht gemeldet hat, werde ich wohl direkt nach Melbourne gehen, wieder etwas Großstadtluft schnuppern.
Das Wochenende gibt es ein paar Abschiedsfeiern. Morgen erstma mit den Jungs und Mädels vom Capsicum-Feld. Für danach hab ich mir vom hostelinternen Chilenen ne Salsa-Stunde “gebucht” und Samstag ist dann die Abschiedsfeier im Hostel, aber Sonntags bin ich ja erstmal 7 h im Bus und kann mich vom Wochenende erholen :-)